Mutterschaftsgeld und Elterngeld – so funktioniert die Kombi!

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Das Mutterschaftsgeld ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, die frische Mütter und ihre Kinder schützen soll. Das Mutterschaftsgeld wird während der Mutterschutzfrist gezahlt, wie es der Name schon sagt.

Wann ist die Mutterschutzfrist?

Die Mutterschutzfrist startet sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet acht Wochen nach dem tatsächlichen Geburtstermin des Kindes. 

Kommt das Kind zu früh, also vor dem errechneten Termin, wird die Mutterschutzfrist um die Menge dieser „fehlenden“ Tage verlängert. Kommt das Kind später als errechnet, verlängert sich die Mutterschutzfrist.

Diese Zeit ist dafür da, um werdende und frische Mütter davor zu schützen, sich und ihr Kind durch die Arbeit in Gefahr zu bringen.

Was passiert in dieser Mutterschutzfrist? 

Während der Mutterschutzfrist erhalten Mütter von der Krankenkasse das Mutterschaftsgeld.

Wie hoch ist dieses Mutterschaftsgeld?

Pro Tag erhält die Mutter höchstens 13 €

Wenn der durchschnittliche Nettolohn (bezogen auf den Kalendertag, also gesamtes jährliches Nettoeinkommen geteilt durch 365) über 13 € liegt, dann muss der Arbeitgeber einen Zuschuss zahlen.

Du sollst also so viel Geld bekommen, wie Du es auch bei der Weiterführung Deiner Arbeit bekommen hättest. 

Ein kleines Rechenbeispiel zum Mutterschaftsgeld:

Ina verdient jährlich 30.000 € netto. Pro Tag ist das somit ein kalendarischer Nettolohn von:

30.000 € / 365 Tage = 82,19 €

13 € bekommt sie von der Krankenkasse. Übrig bleiben:

82,19 € – 13 € = 69,19 €. 

Diese 69,19 € erhält sie von ihrem Arbeitgeber als Zuschuss.

Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

Prinzipiell hat jede Frau, die in einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig oder pflicht-versichert ist, Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Dabei muss der Anspruch auf die Zahlung von Krankengeld bestehen. 

Was sind die Voraussetzungen für Mutterschaftsgeld?

Um Mutterschaftsgeld zu erhalten, muss mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Du bist aktuell in einem Arbeitsverhältnis. 
  • Dein Arbeitsverhältnis kann während der Schwangerschaft auch zulässig gekündigt worden sein. 
  • Alternativ beginnst Du nach der Schutzfrist ein neues Arbeitsverhältnis.

Elterngeld und Mutterschaftsgeld

Sobald Du einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld hast, musst Du in diesem Zeitraum Elterngeld beziehen, wenn Du generell Elterngeld nach der Geburt beziehen möchtest. Denn diese beiden Leistungen müssen zwingend miteinander verrechnet werden. ElterngeldPlus statt Basiselterngeld kannst Du erst danach beziehen.

Bekommst Du beispielsweise zwei Monate Mutterschaftsgeld nach der Geburt Deines Kindes, bleiben Dir dann noch 10 von den insgesamt 12 Monaten Basiselterngeld übrig. Hast Du ein Frühchen und bist deswegen z.B. 19 Wochen in der Mutterschutzfrist, musst Du für die ersten 5 Monate Elterngeld beantragen.

Die übrigen Bezugsmonate müssen dann noch zwischen den Elternteilen aufgeteilt werden, wenn auch der Vater Elternzeit nehmen möchte. 

Wie berechnet sich beim Bezug von Elterngeld und Mutterschaftsgeld die Zahlung?

Elterngeld beträgt etwa 65% – 67% des vorherigen Netto-Verdienstes. Somit ist die Höhe des Elterngeldes in der Regel niedriger als die des Mutterschaftsgelds, das durch die Arbeitgeberzahlung auf 100% aufgestockt wird. 

Die zuständige Elterngeldstelle überprüft für jeden Lebensmonat des Kindes das Verhältnis von Mutterschaftsgeld + Arbeitgeberzahlung zum zustehenden Elterngeld.

Wenn die Mutterschutzfrist innerhalb eines Lebensmonats endet, dann berechnet die zuständige Elterngeldstelle tagesgenau, wie viel Geld Dir in den übrigen Tagen zusteht. Im besten Fall muss dieses dann durch das Elterngeld aufgestockt werden. 

Mutterschaftsgeld als Selbstständige

Du arbeitest selbstständig? Dann bist Du entweder freiwillig gesetzlich versichert (in diesem Fall gelten für Dich die oben genannten Regeln) oder Du bist privat versichert. 

Dann gilt weder das Mutterschutzgesetz noch die Mutterschutzfrist für Dich. 

Normalerweise deckt die private Krankenversicherung auch kein Mutterschaftsgeld ab. Durch eine private Zusatzversicherung kannst Du aber Zahlungen erhalten, die Höhe davon hängt von Deinem Vertrag ab. 

Das Gute: Du bekommst zwar kein Mutterschaftsgeld, aber dann hat dieses auch keinen Einfluss auf Dein Elterngeld!

Mutterschaftsgeld, wenn Du in der Künstlersozialkasse versichert bist

Wenn Du in der Künstlersozialkasse versichert bist, dann bist Du normalerweise gesetzlich versichert. Das Mutterschaftsgeld bekommst Du dadurch genau wie eine „normale Angestellte“. Jedoch hast Du als Mitglied der Künstlersozialkasse ja keinen Arbeitgeber, welcher den Arbeitgeberzuschuss zahlen kann. 

Diese Rolle übernimmt die KSK und zahlt den entsprechenden Beitrag, sodass Du auf Dein ursprüngliches 100%iges Einkommen kommst. 

Mutterschaftsgeld als geringfügig-Beschäftigte (450 €-Job)

Wenn Du einen 450 €-Job hast, hast Du keinen Anspruch auf normales Mutterschaftsgeld. Allerdings kannst Du Dich an das Bundesversicherungsamt wenden und dort ein reduziertes Mutterschaftsgeld bekommen: Das sind einmalig höchstens 210€. Diese Leistung wird aber nicht auf das Elterngeld angerechnet!!

Übrigens: Im Antrag über unsere Seite dasElterngeld kannst Du ganz einfach anklicken, dass Du Mutterschaftsgeld beziehst. Den Rest macht das Tool automatisch für Dich!

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